Land- und Forstwirtschaft | Die Finanzämter des Landes Nordrhein-Westfalen

IHRE FINANZÄMTER des Landes Nordrhein-Westfalen

Logo: Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen

Im Bereich der Gewinn­ermittlung gelten für Land- und Forstwirte spezielle steuerliche Regelungen, wie beispielsweise die Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen oder ein abweichendes Wirtschaftsjahr. 

 

Informationen bei Kalamitäten

Sind in einem Forstbetrieb Holznutzungen infolge höherer Gewalt (Kalamitätsnutzungen) beispielsweise durch Sturm oder Borkenkäfer angefallen, können die Einkünfte daraus unter bestimmten Voraussetzungen begünstigt werden.
Dafür ist unverzüglich nach Kenntnis über den Schaden eine „Mitteilung über Schäden infolge höherer Gewalt nach § 34b Absatz 4 Nummer 2 Einkommensteuergesetz“ (Kalamitätsmitteilung) beim Finanzamt einzureichen. Nach der Aufarbeitung und dem Vermessen dieses Kalamitätsholzes ist ein Mengennachweis (Kalamitätsnachweis) notwendig.
Die entsprechenden Vordrucke finden Sie im Formularcenter des Bundesministeriums der Finanzen.

 

Zuständiges Finanzamt

Das zuständige Finanzamt finden Sie ganz einfach über den Finanzamtsfinder heraus.

Geben Sie in der Suchmaske des Finanzamtsfinders einfach den Namen Ihres Finanzamts ein und klicken Sie auf "Suche". Dann erscheint der Name Ihres Finanzamts. Öffnen Sie die Seite des Finanzamts und scrollen Sie die Seite runter bis zum Punkt "Informationen". Dort finden Sie den Reiter "Weitere zuständige Finanzämter mit Sonderaufgaben". Klicken Sie diesen Reiter auf. Sollte ein anderes Finanzamt das Thema Land- und Forstwirtschaft bearbeiten, dann sind die Kontaktdaten dort aufgeführt. 

 

Aktuelle Informationen

Die bisher vorgesehene steuerabschnittsübergreifende Tarifglättungsregelung wurde in Gänze geändert und durch eine steuerabschnittsübergreifende Tarifermäßigungsregelung ersetzt.

Mit Zustimmung der Europäischen Kommission am 30. Januar 2020 ist die Tarifermäßigung für Land- und Forstwirte in Kraft getreten. 

Die neue Tarifermäßigung ermöglicht eine ausgeglichene tarifliche Besteuerung aufeinanderfolgender Wirtschaftsjahre mit schwankenden Ergebnissen. Diese konnte erstmals im Einkommensteuerbescheid 2016 für die Veranlagungszeiträume 2014 bis 2016 gewährt werden. Weitere Ermäßigungen:

  • für die Veranlagungszeiträume 2017 bis 2019 mit dem Einkommensteuerbescheid 2019 und
  • für die Veranlagungszeiträume 2020 bis 2022 mit dem Einkommensteuerbescheid 2022

Hierfür ist jeweils ein Antrag beim zuständigen Finanzamt zu stellen. Eine Berücksichtigung kann nicht von Amts wegen erfolgen. Bislang sind alle Veranlagungen ohne Berücksichtigung der Tarifermäßigung unter dem Vorbehalt der Nachprüfung ergangen.

Ein Antrag auf Tarifermäßigung für den Betrachtungszeitraum 2017 bis 2019 sollte mit der Einkommensteuererklärung 2019 gestellt werden. Er ist spätestens bis zur Bestandskraft des Steuerbescheids für das Jahr 2019 zu stellen. Ein Antrag auf Tarifermäßigung für den Betrachtungszeitraum 2020 bis 2022 sollte mit der Einkommensteuererklärung 2022 gestellt werden. Er ist spätestens bis zur Bestandskraft des Steuerbescheids für das Jahr 2022 zu stellen. Im Rahmen der Vorauszahlungen finden die Vorschriften zur Tarifermäßigung keine Berücksichtigung.

 

Wichtig:

Damit Ihr Antrag ordnungsgemäß gestellt wird und auch alle erforderlichen Angaben enthält, nutzen Sie gerne das Antragsformular der Finanzverwaltung. Die Antragsformulare werden mit der Anlage „Erläuterungen, Unterrichtungen und Erklärungen zur Anlage“ sowie einer Berechnungshilfe auf der Internetseite des Bundesministeriums der Finanzen veröffentlicht. Sie können die Anlagen herunterladen, ausdrucken und unterschrieben an die Finanzämter senden.
Hier finden Sie die Anlagen entsprechend verlinkt:

 

  • §§ 13, 13a, 14 und 14a Einkommensteuergesetz (EStG)
  • §§ 32c, 36 Absatz 2 Nummer 3 EStG
  • § 34b Absatz 2 EStG
  • Bundesgesetzblatt (BGBl) Teil I 2016, Seite 3045
  • BGBl Teil I 2020, Seite 597
  • Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften vom 12. Dezember 2019 (BGBl Teil I 2019, Seite 2451)