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## Fin Filme: Influencer und Steuern

05:54 Minuten

 

Hier erhalten Sie Aufklärung darüber, was Sie als Influencerin oder Influencer in den sozialen Medien steuerlich unbedingt beachten sollten und welche Schritte zuvor erfolgen müssen. Fin erläutert Ihnen z. B., ob Sie Geschenke von Unternehmen versteuern müssen, wie es sich steuerlich mit Bannerwerbung auf Ihrem Kanal oder Verlinkungen zu Online-Shops verhält und erklärt dabei auch, welche Ausgaben Sie bei Ihrer Steuererklärung geltend machen können.

## **Nochmals zum Nachlesen**

Sie sind als **Influencerin oder Influencer** in den sozialen Medien unterwegs?  
Und das auch sehr erfolgreich?

Die ersten Firmen sind bereits auf Sie aufmerksam geworden und haben Ihnen **Geschenke** angeboten oder Sie haben bereits die ersten **Geldbeträge** für Ihre Posts oder Storys erhalten?

Und jetzt stellt sich die Frage: Müssen dafür **Steuern gezahlt** werden? Ja, wenn soziale Medien nicht nur ein Hobby sind, sondern daraus nachhaltig **Einnahmen bzw. Gewinne erzielt** werden.

Zu den **steuerlich relevanten Einnahmen** zählt viel mehr, als man vielleicht auf den ersten Blick denkt, zum Beispiel:

- **Produktplatzierungen:** Wenn Sie Produkte oder Leistungen eines Unternehmens präsentieren und dafür Geld erhalten.  
    Ebenso, wenn Sie das Produkt behalten dürfen: Dann muss der **übliche Preis des Produktes als Einnahme** angesetzt werden.
- Das gilt auch für **Dienstleistungen**, wie zum Beispiel ein Hotelbesuch, Messeteilnahmen, oder Konzertbesuche, die Sie bezahlt bekommen.
- Verdienen Sie Geld mit **Bannerwerbung** auf Ihrem Kanal?  
    Das zählt natürlich auch als Einnahme.
- Oder, wenn Sie auf **Onlineshops** verlinken und dafür Provision erhalten.
- Beträge, die Ihnen wegen dieses sogenannten **„Affiliate-Marketings“** gezahlt werden, zählen ebenfalls zu Ihren Einnahmen.
- Auch der Erlös aus dem Verkauf von **Merchandise-Artikeln**, wie zum Beispiel Kleidung oder Accessoires, über Ihren Kanal, zählt zu den Einnahmen.
- Sie erhalten Zahlungen als Dank, zum Beispiel für **Spieletipps** während eines Livestreams? Auch wenn es **„Spende“** genannt wird, ist es eine Einnahme.
- **Kooperationen:** Vielleicht erzielen Sie auch Einnahmen direkt von Unternehmen für Ihre Leistungen als Influencerin oder Influencer.
- Oder für **gemeinsame Aktionen und Produkte**, wie zum Beispiel für ein „Takeover“.

Da kommt schnell einiges zusammen. Wichtig ist immer: **Dokumentieren!** Bewahren Sie alle **Belege** über Ihre Einnahmen und **Ausgaben** auf! Auch elektronischen Daten und Dokumente sind aufzeichnungs- und aufbewahrungspflichtig. Hierzu zählen zum Beispiel mit dem Smartphone mittels App, Plattform oder Account (E-Mails, Messenger-Nachrichten, WhatsApp-Sprachnachrichten etc.) aufgezeichnete oder versendete Handels- und Geschäftsbriefe oder auch Geschäftsvorfälle.

Denn Sie können die meisten Aufwendungen, die Ihnen im **direkten Zusammenhang** mit Ihrer Tätigkeit als Influencerin oder Influencer entstehen, als **Betriebsausgaben** geltend machen.

Dazu zählen Kosten wie:

- **Reisekosten,**
- **Übernachtungskosten,**
- **Mietkosten,**
- **Elektronik,** also Kosten für Kamera, Mikrofon oder Ähnliches
- **Teilnahmegebühren** und auch
- **Steuerberatungskosten.**

Die Rechnungen und Belege brauchen Sie noch zur **Ermittlung des Gewinns** und zur **Erstellung der Steuererklärung**.

Vorher müssen Sie Ihre Tätigkeit beim Gewerbeamt Ihrer Stadt **anmelden**.

Im Anschluss benötigt das Finanzamt den ausgefüllten und elektronisch übermittelten Fragebogen zur **steuerlichen Erfassung**. Dies sollte innerhalb eines Monats nach Gründung Ihres Unternehmens erfolgen. Hiermit beantragen Sie eine **Steuernummer**, unter der Sie dann auch Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben können.

Wenn Sie regelmäßig Einnahmen erzielen und selbständig arbeiten, sind Sie zudem **Unternehmerin** oder **Unternehmer**. Sie müssen nun ordnungsgemäße **Rechnungen erstellen**. Und darin grundsätzlich **Umsatzsteuer** auf Ihre Leistungen **ausweisen**:  
In der Regel sind das 19 Prozent.

Diese Umsatzsteuerbeträge sind zum einen in der **Umsatzsteuer-Voranmeldung** und zum anderen in der **Umsatzsteuerjahreserklärung** anzugeben. Im Gegenzug ist die Vorsteuer, also die Umsatzsteuer aus Rechnungen anderer Unternehmen, für Ihr Unternehmen abziehbar.

**Ausnahme:** Liegen Ihre Umsätze innerhalb bestimmter Grenzen, können Sie sich auch für die Kleinunternehmerregelung entscheiden.

Die Höhe der Einkommensteuer sowie der Gewerbesteuer hängt maßgeblich vom Gewinn ab.  
Den berechnen Sie, indem Sie von Ihren Einnahmen die Ausgaben abziehen.

Als Unternehmerin bzw. Unternehmer müssen Sie grundsätzlich **jedes Jahr** eine **elektronische Einkommensteuererklärung** abgeben – zusammen mit einer Gewinnermittlung.  
Liegen die Einkünfte **unter** dem **Grundfreibetrag** fällt jedoch in der Regel **keine Einkommensteuer** an.

Liegt Ihr Gewinn über **24.500** **Euro** ist ggf. Gewerbesteuer fällig.  
Sie müssen dann **jährlich eine Gewerbesteuererklärung** abgeben.

Das war jetzt zwar viel auf einmal – aber dafür wirklich wichtig:  
Denn wenn Sie alle **steuerlichen Pflichten** von Beginn an erfüllen, können Sie z.B. hohe **Steuernachzahlungen** vermeiden bzw. riskieren keine Strafe.

Abschließend noch mal zusammengefasst: Wichtig ist, dass Sie alle Einnahmen und Ausgaben **dokumentieren** und den daraus errechneten Gewinn – nach **Anmeldung** Ihrer Tätigkeit – in der **Steuererklärung** eintragen. Dabei sind diese Steuerarten zu beachten: **Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Gewerbesteuer**.

> **Hinweise:**
> 
> - Link: [Mein ELSTER](https://www.elster.de/eportal/start "Login ELSTER-Portal")
> - Link: [Hilfe zu ELSTER](https://www.youtube.com/user/elsteronline "You Tube Video zu ELSTER")
> - Link: [Fin-Erklärfilm "Unternehmensgründung"](/node/2068 "Erklärfilm &quot;Unternehmensgründung&quot;")
> - Weitere Informationen finden Sie auch im Beitrag "[Influencer &amp; Steuern](/influencer "Influencer &amp; Steuern")".