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## Fin Filme: Vereinsgründung

04:23 Minuten

 

Hier geht Fin darauf ein, was Sie bei der Gründung eines Vereins beachten müssen und erklärt dabei z. B. wie Sie eine Satzung erstellen und was Sie dabei berücksichtigen sollten. Auch erklärt Fin, welche Voraussetzungen Ihr Verein erfüllen muss, um z. B. steuerbegünstigt zu sein.

## **Nochmals zum Nachlesen**

Sie wollen einen **Verein gründen**? Gute Idee!

Dabei gibt es viel zu beachten. Das Wichtigste zuerst:  
**Als Erstes** braucht Ihr Verein eine **Satzung**. Eine Mustersatzung, die die aus gemeinnützigkeitsrechtlicher Sicht **notwendigen Formulierungen** enthält, finden Sie in unserer Broschüre im Beitrag "[Vereine &amp; Steuern](/vereine-und-steuern "Vereine und Steuern")".

Haben Sie nun einen **Satzungsentwurf** erstellt? Unser Tipp: Wenden Sie sich **von Anfang an** an die zuständige Stelle in Ihrem **Finanzamt**. Also schon direkt, wenn Sie einen **ersten Satzungsentwurf** erstellt haben und noch vor der **Abstimmung** über die Satzung in der **Mitgliederversammlung**, **vor** dem **Notartermin** und der Anmeldung zum **Vereinsregister**.

Schon mit der Satzung zeigt sich, ob Ihr Verein **steuerbegünstigt** sein kann: Dafür muss der Verein einem **gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zweck** dienen. Den Zweck Ihres Vereins müssen Sie mit in die Satzung aufnehmen.

**Gemeinnützig** sind zum Beispiel Vereine aus dem Bereich Jugend- oder Altenhilfe, Erziehung, Kunst und Kultur oder Sport.

**Mildtätig** sind Vereine dann, wenn sie Menschen uneigennützig unterstützen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands oder aus wirtschaftlichen Gründen hilfsbedürftig sind.

Vereine fördern **kirchliche** Zwecke, wenn sie Religionsgemeinschaften unterstützen, die als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt sind, zum Beispiel katholische, evangelische oder verschiedene jüdische Gemeinden.

Für eine **Steuerbegünstigung** muss aus der Satzung außerdem Folgendes **deutlich hervorgehen:**

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar **gemeinnützige, mildtätige** oder **kirchliche Zwecke**  
    und
2. diese Zwecke werden **durch bestimmte Maßnahmen verwirklicht.**
3. Der Verein muss **selbstlos tätig** sein und nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke verfolgen.
4. Die Mittel des Vereins dürfen **nur für satzungsmäßige Zwecke** verwendet werden und Mitglieder dürfen keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins erhalten.
5. Der Verein **darf keine Person durch Ausgaben begünstigen**, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen.
6. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke darf das **Vermögen nur für steuerbegünstigte Zwecke verwendet** werden.

Satzung erledigt? Das Finanzamt benötigt neben der **Satzung** noch das **Gründungsprotokoll** sowie den ausgefüllten **Fragebogen zur steuerlichen Erfassung**. Diesen finden Sie bei [Mein ELSTER](https://www.elster.de/eportal/start).

An **welches Finanzamt** müssen Sie sich wenden? Das hängt davon ab, wo die Entscheidungen für die Geschäftsleitung Ihres Vereins getroffen werden. Bei **kleineren Vereinen** wird dafür in der Regel der **Wohnsitz der ersten Vorsitzenden bzw. des ersten Vorsitzenden** angenommen. Zuständig ist dann also das **Finanzamt im entsprechenden Bezirk**.

Wenn die Satzung allen Bestimmungen entspricht, bescheinigt das Finanzamt Ihnen die **Steuerbegünstigung** durch einen Bescheid. Umgangssprachlich sagt man auch die **„Gemeinnützigkeit“**.